Für Eltern
Schulweg üben: so wird Ihr Kind sicher
Vor dem ersten Schultag und immer, wenn sich etwas ändert: Wer den Schulweg mit seinem Kind übt, gibt ihm Sicherheit. Hier lesen Sie, wie Sie den Weg wählen, wie das Üben gelingt und worauf Kinder im Straßenverkehr achten sollten.
Den sichersten Weg wählen, nicht den kürzesten
Ein guter Schulweg führt über möglichst wenige Straßen. Wo Ihr Kind hinüber muss, gibt es am besten eine Ampel, einen Zebrastreifen oder Schülerlotsen. Ein kleiner Umweg lohnt sich, wenn er eine gefährliche Stelle umgeht. Fragen Sie bei der Schule nach, ob es einen Schulwegplan gibt: Er zeigt empfohlene Wege und Stellen, an denen Kinder besonders aufpassen müssen.
Ampel, Zebrastreifen oder Schülerlotsen nutzen
Wenige Straßen überqueren, auch wenn der Weg etwas länger ist
Ausfahrten, parkende Autos und unübersichtliche Kurven meiden
In vier Schritten üben
Gemeinsam gehen: Sie gehen den Weg mehrmals zusammen und erklären, worauf Ihr Kind achten muss.
Ihr Kind erklärt: Unterwegs erzählt Ihr Kind, was es sieht und was es als Nächstes tut.
Ihr Kind führt: Es geht voraus und entscheidet. Sie bleiben dicht dahinter und greifen nur ein, wenn es nötig ist.
Mit Abstand begleiten: Sie folgen in einigem Abstand. Klappt alles, geht Ihr Kind den Weg allein oder mit anderen Kindern.
Darauf kommt es an
Zur echten Uhrzeit üben
Üben Sie zu der Zeit, zu der Ihr Kind später unterwegs ist. Dann ist so viel Verkehr wie an einem Schultag.
Gut sichtbar sein
Helle Kleidung und Reflektoren helfen, vor allem im Herbst und Winter, wenn es morgens dunkel ist.
Über die Straße
Am Bordstein stehen bleiben, nach links, rechts und wieder links schauen und erst gehen, wenn frei ist. Auch am Zebrastreifen warten, bis die Autos stehen.
Parkende Autos
Zwischen parkenden Autos sieht Ihr Kind den Verkehr schlecht, und Fahrer sehen Ihr Kind nicht. Besser eine Stelle mit freier Sicht suchen.
Genug Zeit
Wer rechtzeitig losgeht, muss nicht rennen. Eile macht unaufmerksam.
Vorbild sein
Kinder machen nach, was Erwachsene tun. Gehen Sie selbst nur bei Grün und nehmen Sie sich Zeit.
Wann anfangen?
Am besten in den Sommerferien vor dem Schulanfang und dann noch einmal kurz vor dem ersten Schultag, zur richtigen Uhrzeit. Üben Sie wieder, wenn im Herbst die Tage kürzer werden, nach einem Umzug oder wenn sich auf dem Weg etwas ändert, etwa durch eine Baustelle. Mit dem Fahrrad fahren Kinder am besten erst nach der Radfahrausbildung in der Grundschule zur Schule.
Kinder, die ihren Weg zu Fuß gehen, werden sicherer im Straßenverkehr und selbstständiger.
Und wenn eine Stelle zu gefährlich ist?
Manchmal gibt es auf dem Weg eine Stelle, an der Sie Ihr Kind nicht allein gehen lassen möchten. Dann hilft es, wenn Schule und Gemeinde davon erfahren. Mit Zebrio zeichnen Eltern den Schulweg ihres Kindes ein und markieren genau diese Stellen. Die Schule gibt die Ergebnisse an die Gemeinde weiter, damit sie sich darum kümmern kann. Ihre Schule macht noch nicht mit? Sprechen Sie den Elternbeirat oder die Schulleitung an.
Den eigenen Weg einzeichnen
Gefährliche Stellen markieren
Zeigen, was schon gut funktioniert
Ihre Schule macht noch nicht mit?
Sprechen Sie die Schulleitung oder den Elternbeirat an und zeigen Sie ihnen diese Seite. Wer Zebrio an die eigene Schule holen möchte, kann uns auch direkt schreiben.